Die Geschichte des Modellsportclubs DO-X e.v.

 

1957                            Eine Gruppe von Modellbauern trifft sich wöchentlich im Grünen Jäger in der Osnabrücker Altstadt. Ihre Modelle starten sie auf verschiedenen Wiesen in und um Osnabrück. Zum Fahren ihrer Schiffe werden verschiedene Gewässer genutzt.

 

1961                            Der Beschluss, einen Modellbauverein zu gründen, wird gefasst. Um den Modellfliegern und den Schiffsmodellbauern mit der Namensgebung gleichermaßen gerecht zu werden, fällt die Wahl auf den Namen des seinerzeit größten Flugschiffs der Welt, der Dornier DO-X. Der Verein bekommt den Namen Osnabrücker Modellsport-Club DO-X.

 

1963                            Mitte des Jahres wird in Eistrup zwischen Osnabrück und Bissendorf eine Wiese gepachtet und für den Modellflug hergerichtet. Für die Schiffsmodellbauer kann noch kein eigenes Vereinsgelände gefunden werden.
Auf dem Modellflugplatz in Eistrup finden in den folgenden Jahren mehrere große Modellflugtage mit bekannten Piloten aus dem ganzen Bundesgebiet statt. Die Flugtage, z.B. 1966 und 1968 finden unter den Zuschauern großen Anklang.

 

1969                            Die Wohngebiete in Bissendorf wachsen immer näher an den Modellflugplatz heran und das Gelände wird schließlich aufgegeben.

 

1970                            Die Suche nach einem neuen geeigneten Fluggelände dauert einige Monate. Schließlich findet man in den Hollager Hasewiesen nördlich von Osnabrück einen geeigneten Platz und richtet diesen für den Modellflugbetrieb her. Im Oktober des Jahres wird der Verein in das Osnabrücker Vereinsregistereingetragen und trägt jetzt den Namen Osnabrücker Modellsport-Club e.V.
Der Hase-Stausee zwischen Halen und Achmer wird zum Glück für die Modellflieger nicht realisiert.

 

1972                            Der Plan, ein Transportflugzeug der Luftwaffe als Vereinsheim zu beschaffen, wird nicht umgesetzt. Die Planung für den Bau eines Clubhauses beginnt. Mit Unterstützung von Stadt und Landkreis Osnabrück sowie der Gemeinde Hollage wird mit dem Bau des Clubhauses begonnen. Die Zufahrtsstraße zum Flugplatz und der Parkplatz werden befestigt.
Die Schiffsmodellbauer gründen einen eigenen Verein, den SMC Georgsmarienhütte* und finden in Georgsmarienhütte ein eigenes Vereinsgelände.

 

1973                            Im Frühjahr ist das Clubhaus nach ca. 5000 Arbeitsstunden in Eigenleistung fertig gestellt. Im Juni wird es von Horst Merz, der beim Weltflug der Dornier DO-X am Steuer des Flugschiffs saß, feierlich eingeweiht. Der Verein hat schon 160 Mitglieder, davon etwa 80 Jugendliche.

 

1975                            Nachdem schon die ersten ferngesteuerten Modellhubschrauber in Hollage fliegen, findet ein Flugtag unter Mitwirkung der Luftwaffe statt, die vom Modellflugplatz zu Rundflügen mit einem Transporthubschrauber starten

 

1981                            Die ersten Großmodelle mit Benzinmotor werden in Hollage geflogen.

 

1986                 Ein Treffen für die Anhänger des noch relativ jungen Elektrofluges wird ins Leben gerufen. Das Treffen findet von nun an jährlich statt. In den ersten Jahren wird mit verschiedenen Zeitflug-Wettbewerben die Innovation im Elektroflug gefördert. Den Gewinnern winken Orchideen als Preis für die längsten Flugzeiten mit den leichtesten Modellen. Das Treffen erhält den Namen Orchideenfliegen.

 

Bis 1987           Im jährlichen Wechsel finden Modellflugtage und Ausstellungen statt. Sowohl die Flugtage als auch die Ausstellungen, die zunächst im Ratsgymnasium und Carolinum und 1985 und 1987 in der Stadthalle stattfinden, werden von vielen begeisterten Zuschauern besucht.

 

1991                 Vier Modellflugvereine um Osnabrück haben seit mehreren Jahren ihre eigenen Segelflugwettbewerbe. Man beschließt auf einem Treffen der Vorstände, eine gemeinsame Gesamtwertung für alle Wettbewerbe einzuführen und die Ausschreibung an die jeweiligen Besonderheiten der Fluggelände angepasst zu belassen. Aus vier separaten Wettbewerben wird der Hase-Hunte-Teuto-Cup.
                        Im Carolinum findet nach längerer Pause wieder eine Ausstellung statt.

 

1997                 Der Osnabrücker Modellsport-Club DO-X e.V. schließt sich dem Deutschen Modellflieger Verband e.V. an.

 

1997-2001         An den Erfolg der vorangegangenen Ausstellungen soll mit der LiveModell angeknüpft werden. Die Ausstellung soll einen Querschnitt über alle Sparten des Modellbaus geben. Gemeinsam mit dem SMC Osnabrück und den MSC Buschpiloten aus Melle findet die erste LiveModell in der Salzmarkthalle statt, wo das größte Modellschiff der Welt, die Bremen, gezeigt werden kann.


                        Die nächsten LiveModell Ausstellungen finden in der Halle Gartlage mit Beteiligung von Eisenbahnmodellbauern, RC-Car-Fahrern und Truck-Modellbauern statt. Die LiveModell findet großen Zuspruch bei den Besuchern, trotzdem wird das Konzept wegen starker kommerzieller Konkurrenz nicht weiter verfolgt.

 

1998-2001         In Hollage wird es spektakulär: Die deutsche Meisterschaft für Pylon Rennen (F3D) wird ausgetragen.

 

1999                 Nach den Wettbewerbsläufen der deutschen Meisterschaft für Pylon Rennen wird bei der abendlichen Grillparty ein neuer Wettbewerb erfunden. Er soll den Einstieg in die Rennfliegerei erleichtern und mit handelsüblichen Modellen durchgeführt werden, deren Vorbilder bei den bekannten National Air Races im amerikanischen Reno eingesetzt werden. Der Wettbewerb bekommt daher auch den Namen Reno Race und ist heute fester Bestandteil im Programm des Deutschen Modellflieger Verbandes e.V..

 

2004-2007         Die Indoor-Fliegerei war zunächst nur ein Ersatz für die Wintermonate. Aus dem Fliegen mit leichten Elektroflugmodellen hat sich inzwischen durch die technische Innovation auf dem Gebiet der Antriebe, Akkus und RC-Komponenten eine eigene Modellflugkategorie entwickelt.


                        Im März 2005 findet das 1. Wallenhorster Indoor-Meeting statt und wird sofort sehr gut besucht. Am Freitagabend trifft man sich zum Fliegen in der Tennishalle des Sportparks Wallenhorst.

 

2008                 In Hollage wird erstmals ein Speedcup ausgetragen.

 

2011                 Der Osnabrücker Modellsport-Club feiert sein 50.Jubiläum.

 

Heute               Der Osnabrücker Modellsport-Club DO-X e.V. hat über 100 Mitglieder und gehört zu den ältesten Modellflugvereinen in Deutschland.


                        Für Jugendliche und Anfänger stehen zwei Schulflugzeuge mit Lehrer-Schüler-Fernsteuerung bereit. Einsteigern wird beim Bau, und beim Fliegen des neuen Modells geholfen und natürlich auch bei der Einstellung der Fernsteuerung.
                        Seit den Anfängen in Hollage im Jahre 1970 wurde die Fläche des Fluggeländes verdoppelt, um dem Betrieb von Großmodellen und Jetmodellen gerecht zu werden. Zahlreiche Veranstaltungen mit Gästen aus benachbarten Modellflugclubs oder auch ganz Deutschland bringen reichlich Abwechslung in das Vereinsleben.

 

                        Besuchen Sie uns doch einfach mal. Flugbetrieb ist meistens sonnabends und sonntags von14:30 Uhr bis 18:00 Uhr. In den Sommermonaten ist am Abend auch wochentags fast immer jemand anzutreffen.